Wichtige Information

Wegen der aktuellen Infektionsgefahr mit dem Corona-Virus dürfen wir bis auf weiteres keinen Gottesdienst abhalten. WANN wieder Gottesdienste am Markt stattfinden, geben wir hier bekannt.

Wir empfehlen derweil die Gottesdienste der St.Martini-Gemeinde zu Bremen über das Internet zu verfolgen: https://st-martini.net/gottesdienst/

Beten wir gemeinsam für ein baldiges Ende dieser Situation und widmen uns dem eigentlichen Gottesdienst im neuen Bund, gemäß Jakobus 1,27, für die Schwachen und Bedürftigen da zu sein.

Die Gnade und der Friede des HERRn Jesus Christus sei mit uns allen!

Recht zerteilen das Wort der Wahrheit

Bild: Pixabay

In der zeitgenössischen, nicht-historisch-kritischen Theologie gibt es kaum eine andere Strömung, die einen gleichermaßen subtilen, wie wirkmächtigen Einfluss auf die Verbreitung von Lehre hat, wie der sogenannte Dispensationalismus. Aber es sind nur Wenige, die fragen: Stimmen die Lehrsätze des Dispensationalismus überhaupt mit der klaren, gesunden, biblischen Lehre überein?

"Dispensation" ist ein lateinisches Fremdwort, das übersetzt so viel wie "Einteilung" heißt. Denn der Dispensationalismus zerteilt bzw. zerschneidet das Wort Gottes in verschiedene, heilsgeschichtliche Zeitabschnitte, auch "Heilszeiten" genannt. Es wird behauptet, Gott würde zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Anforderungen an sein Volk stellen. Dabei ist es ein besonderes Wesensmerkmal des Dispensationalismus, dass gesagt wird: Die alttestamentlichen Bündnisse Gottes mit dem ethnischen Volk Israel seien weiterhin gemäß des Alten Testamentes in Kraft; das heißt: Gott habe die alttestamentlichen Verheißungen nicht geistlich in Christus erfüllt und die Prophetien des alten Bundes seien nicht geistlich, sondern wortwörtlich zu verstehen und auf das heutige, politische Land Israel zu beziehen.

Das Wort Gottes hingegen sagt in aller Klarheit, dass die Verheißung an Abraham in Christus erfüllt ist. Das bedeutet, dass das neutestamentliche Volk Gottes nicht ethnischer oder geographischer, sondern geistlicher Natur ist.

"Aber die Schrift hat alles unter die Sünde zusammengeschlossen, damit die Verheißung aufgrund des Glaubens an Jesus Christus denen gegeben würde, die da glauben. [...] Hier ist kein Jude noch Grieche, hier ist kein Knecht noch Freier, hier ist kein Mann noch Weib; denn ihr seid allzumal einer in Christo Jesu. Seid ihr aber Christi, so seid ihr ja Abrahams Same und nach der Verheißung Erben."
Gal 3,22.28.29

Zudem ist es das Selbstzeugnis der Bibel, dass sie ein geistliches Buch ist, das geistlich verstanden werden muss:

"Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als der Geist des Menschen, der in ihm ist? Also auch weiß niemand, was in Gott ist, als der Geist Gottes. Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, daß wir wissen können, was uns von Gott gegeben ist; welches wir auch reden, nicht mit Worten, welche menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der heilige Geist lehrt, und erklären geistliche Sachen geistlich."
1 Kor 2,11-13

Das heißt, dass es im Neuen Bund nur ein Volk Gottes gibt: Die Menge der Menschen, die im Glauben in Christus Jesus zu Gottes Kindern geworden sind. Egal, ob man vorher Jude, Grieche, Knecht oder Freier war. In Christus sollen alle sein wie Geschwister.

Daher steht der Dispensationalismus der biblisch klaren, klassisch evangelischen "Bundestheologie" der Reformation diametral gegenüber. In der evangelischen Theologie wird lediglich das gesagt, was aus der Bibel klar hervorgeht: Jesus Christus ist das letzte Wort Gottes (Heb 1,1.2). Der finale Bund, den Gott mit den Menschen geschlossen hat, ist der NEUE BUND, den Luther mit NEUES TESTAMENT übersetzt. Es gibt keine zwei Gottesvölker und es gibt auch keine zwei verschiedene Pläne Gottes für Juden und Nichtjuden. Der Neue Bund ist ein Bund, der allen Menschen gleich gilt. Ein Bund, der die Völker mit den Juden in Christus versöhnt! Wer nicht mit den Sünden seines Lebens unter das Kreuz Christi tritt, bleibt in der Feindschaft gegen Gott. Wer aber durch den Glauben an die Erlösungskraft Jesu in diesen Neuen Bund eintritt, der gehört zum "Israel Gottes", wie der Galater-Brief das geistlich zu verstehende Reich Jesu betitelt, und zwar egal welcher Ethnie oder Religion ein Mensch angehört haben mag. Die Lehre Jesu ist neuer Wein in neuen Schläuchen! Das ist die klare Lehre, die jedes Kind versteht, ohne irgendwelches "Hintergrundwissen" zur Bibel. Der Dispensationalismus ist der verkopfte Versuch, alten Wein in Neue Schläuche zu pressen, Neue Flicken auf alten Stoff zu nähen, und das nur, weil ja nicht sein kann, was nicht sein darf.

Jesus Christus spricht:
"Das ist mein Blut, das Blut des neuen Testamentes, welches vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden."
Mat 26,28

Im Gegensatz zur einfachen, klaren Lehre Jesu hat der Dispensationalismus unendlich viel Erklärungsbedarf und kommt mit einer groß aufgeblasenen Theologie daher, die letztlich nur noch studierte Dispensationalisten verstehen können. Nicht nur in diesem Punkt sind die führenden Lehrer des Dispensationalismus den Pharisäern in den Schriften des Neuen Testamentes ähnlich. Sie konstruieren eine Lehre von Schriftgelehrten für Schriftgelehrte und verderben damit die universelle, verständliche und heilsame Lehre Jesu (1. Tim 6, 3-5).
Die Lehre Jesu wird aber gerade von den einfachen Menschen und von den Ungelehrten dieser Welt, von den Sündern und den Verlorenen verstanden:

"Zu der Zeit antwortete Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater und HERR Himmels und der Erde, daß du solches den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart. Ja, Vater; denn es ist also wohlgefällig gewesen vor dir. Alle Dinge sind mir übergeben von meinem Vater. Und niemand kennet den Sohn denn nur der Vater; und niemand kennet den Vater denn nur der Sohn und wem es der Sohn will offenbaren. Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht."
Mt. 11,25-30

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