Wichtige Information

Wegen der aktuellen Infektionsgefahr mit dem Corona-Virus dürfen wir bis auf weiteres keinen Gottesdienst abhalten. WANN wieder Gottesdienste am Markt stattfinden, geben wir hier bekannt.

Wir empfehlen derweil die Gottesdienste der St.Martini-Gemeinde zu Bremen über das Internet zu verfolgen: https://st-martini.net/gottesdienst/

Beten wir gemeinsam für ein baldiges Ende dieser Situation und widmen uns dem eigentlichen Gottesdienst im neuen Bund, gemäß Jakobus 1,27, für die Schwachen und Bedürftigen da zu sein.

Die Gnade und der Friede des HERRn Jesus Christus sei mit uns allen!

Apokryphe Monatslosung Oktober 2019

01. 10. 2019

Mit Bedauern nehmen wir zur Kenntnis, dass das diesjährige Losungsbuch der Herrnhuter Brüdergemeine für den Monat Oktober einen Monatsspruch aus dem apokryphen Buch Tobit gewählt hat.
Bereits im Herbst 2006 geriet die Herrnhuter Gemeine in die Kritik, weil sie die Apokryphen in den fortlaufenden Bibel-leseplan aufgenommen hatten.
Die Apokryphen gehören nicht zum allgemein anerkannten Kanon der Bibel und sind gemäß dem Sola Scriptura nicht Wort Gottes.
Luther sagte über die Apokryphen: "Das sind Bücher, so der Heiligen Schrift nicht gleich gehalten, und doch nützlich und gut zu lesen sind." Daher orientierte er sich bei der Übersetzung des Alten Testaments richtigerweise am hebräischen Kanon, der bereits um ca. 100 n. Chr. auf der Synode von Javne in seinem heutigen Umfang festgelegt worden war und exakt unserem AT ohne Apokryphen entspricht.
Gemäß Römer 3,2 ; 9,4 und 11,18 kann auch nur dieser hebräische Kanon als einzig richtiger Kanon angesehen werden. Es war nicht Sache der ntl. Gemeinde, sondern Sache unseres älteren Bruders, den Tanach zu kanonisieren.
Es ist sehr bedauerlich, dass die Losungen, die immer noch behaupten "Gottes Wort für jeden Tag" zu sein, die wertvollsten Errungenschaften der Reformation derart schmähen.
Die Bibel hat 66 Bücher: 39 im alten Testament, 27 im neuen Testament. Die Zusammenstellung des ntl. Kanons hat sich binnen der ersten vier Jahrhunderte nach Christi Auferstehung, unter Leitung des Heiligen Geistes, durch einen langen Filterungsprozess in den ersten Gemeinden herausgebildet. In seiner heutigen, allgemein anerkannten, aus 27 Schriften bestehenden Form, wurde der Kanon des NT auf dem Konzil in Kathago 397 n.Chr. bestätigt.2
Die römisch-katholische Kirche hat die Apokryphen erst im 16. Jhdt (Konzil zu Trient 1548) im Zuge der Gegenreformation offiziell in ihren Bibelkanon aufgenommen. Inhaltlich enthalten die Apokryphen, im Gegensatz zu den biblischen Büchern, sowohl sachliche wie auch geistliche Fehler.3 Sie vertreten teilweise Meinungen, die im Gegensatz zur Gesamtaussage der Bibel stehen. 4

1Quelle: http://bible-only.org/german/bible/apokryph.html#Luther; 2vgl. z.B. Muratorisches Fragment 150 n.Chr. / Synode zu Laodizäa 363 n.Chr. / Konzil in Kathago 397 n.Chr.; 3Quelle: Apokryphen - im Bibellexikon auf Bibelkommentare.de 4Quelle: Kurzbibelschule, Rainer Wagner


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